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Sind Laura Dahlmeier oder Claudia Pechstein, zwei Ausnahmeathletinnen, je von Jünglingen in Glitzertops zum Podest geführt worden?Ich finde, wir können diese ganze #Metoo-Debatte sparen, wenn Frauen weiterhin bei medialen Ereignissen, bei denen sich Männer mit ihren Helden identifizieren (sollen), damit die Industrie weiter Millionengewinne einfährt, als „Beifallschlampen“ (wie es ein Freund von mir nannte) gezeigt werden.In diesem Sinne: Einen guten Rutsch ohne gute Vorsätze.Ein Freund von mir hat einen Laden für skandinavisches Design und in der Weihnachtszeit ist da natürlich Hochkonjunktur.Denn jenseits dieser Zeilen gebe auch ich nicht ungefragt über Euer Äußeres ein Urteil ab. In seinem Essay „Lob des Müßiggangs“ beschwor der Philosoph und Mathematiker Bertrand Russel bereits 1935: „Der Weg zu Glück und Wohlfahrt liegt in einer organisierten Arbeitsbeschränkung.“ Sie erlaube angeblich, dass sich der Mensch mit hehren Dingen beschäftige wie Malerei, Literatur, Forschung und Kunst.Russel, der schon versucht hatte, letztgültige Formeln der Mathematik zu beschwören und daran scheiterte, dass diese immer nur selbstbezüglich und weltfremd um sich selbst kreisten, irrte auch in seinem Plan, die Menschen mit 20 Stunden Arbeit die Woche glücklicher zu machen.(Denn Russel war Positivist, rechnete sich die Welt schön, ohne selbstkritisch gerade in dieser Hybris, das prinzipielle Scheitern jeder Utopie an sich selbst zu erkennen.)Denn jede utopische Schönrechnerei wird an der Psyche und Lebenswirklichkeit des Menschen und seiner narzisstischen Veranlagung scheitern.Zum einen (und Wichtigsten) stellen sich viele Menschen mehr Freizeit schön vor – und wüssten sie nach spätestens 6 Wochen nicht mehr selbständig zu füllen.

(In spätestens zwei Jahren, müssen diese dann nicht mehr, wie auch bei Harvey Weinstein, so tun, als fänden sie die Männer, die sie da beklatschen, attraktiv.)Wirkliche Gleichberechtigung ist wohl erst dann erreicht, wenn junge Heteromänner eine #Metoo-Campagne starten, weil sie von Leistungsfrauen belästigt werden, sich ekeln vor grapschenden Frauenhänden, den schwabbeligen Frauenleibern ihrer Cheffinnen, geifernden Frauensprüchen, die ihre Macht ausnutzen, die sich junges muskulöses Fleisch in ihre Nähe holen, um die unansehnlichen alten männlichen Kollegen optisch zu neutralisieren.

Die andere Hälfte seiner Freiheit und seines Glücks verdirbt er sich selbst, mit seinen Ängsten und Eitelkeiten, seinem Geltungsdrang und Egoismus und seiner Sehnsucht, irgendwann,würde für ihn alles gut und das Paradies auf Erden wäre für ihn machbar.

Vor allem scheitern wir nämlich an unseren Erwartungen.

Was sich authentisch in verruchten Kneipen entwickelt hat (dicke Männer werfen stundenlang Pfeile auf eine langweilige analoge Scheibe), wird jetzt im großen Stil vermarktet: Wachsende Fanpartys, wilde Verkleidungen der Protagonisten, Merchandisingprodukte und eine Promi-Darts-WM.

Doch was mich wirklich richtig wütend macht, zumal wir nun mindestens 3 Monate #Mettoo-Debatte hinter uns haben, ist wiedermal die herabwürdigende Deko: hübsche Frauen in kurzen Röcken und hohen Schuhen, die neben den zumeist glatzköpfigen, dicken Darts-Helden dummlächelnd rumstehen und sie beklatschen (und ich schreibe das hier extra betont äußerlich).

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